Warum noch Reiseführer benutzen und dafür Geld ausgeben, wenn es das alles doch auch immer irgendwo gratis im Internet gibt? Weil es Zeit, Geld und Nerven spart. Wir erklären das anhand einer Rezension der Marco Polo Reiseführer für Brüssel und Barcelona.
Subvertising and „communication guerrilla“ tactics offer a rich repertoire of forms of action for engaging politically with right-wing extremism in Europe. At the same time, right-wing extremists utilize these very techniques to gain tration in the me-dia. For this reason, we aim to launch a Europe-wide skill-share project focused on using communication guerrilla tactics to counter right-wing extremism. And we are looking for partners for that.
Using the Erasmus+ funding program to strengthen cooperation and networks among young activists? Sounds far-fetched, but it’s possible! Dedicate to the European Youth Week we’ll demonstrate this on May 3 at 1pm in Lyon at the 5 Rue Hector Berlioz, Villeurbanne, France. The Ban Fossil Ads Gathering 2026 is taking place there.
Eine Gruppe junger Menschen, die sich in der Vereinigung für Vernetzung und Partizipation e. V. engagiert, präsentiert vom 24. bis 26.4.2026 die Ergebnisse des Projektes „Wir forschen! Kreativer Widerstand gegen den Nationalsozialismus!“ Die Gruppe recherchierte 12 Monate in Museen. Die kreativen Widerstandshandlungen, die sie fanden, präsentieren und würdigen sie mit einer spannenden Ausstellung. Sie ist in Neukölln im Ladenlokal im Erdgeschoss der Kirchhofstraße 45 am Freitag, den 24.4. ab 18h bis 22h zu besichtigen; Samstag, den 24.4. und am Sonntag, den 25.4. von 12h bis 17h (am Samstag vermutlich auch länger). Der Eintritt ist kostenlos.
Ihren Unmut über die nationalsozialistische Besatzung drückten Niederländer*innen oft in der Unterstützung ihres Königshauses Oranje-Nassau aus, zum Beispiel durch die Nutzung von Farben und Symbolen des Königshauses oder gar mit einer Geburtsanzeige für ein Kind, das die Namen der Königsfamilie trug.
So in etwa könnte eine polnische Protestaktion gegen die nationalsozialistische Zwangsarbeit ausgesehen haben, die nur in einer Gestapo-Akte dokumentiert ist. Die Nazis gaben mit dem Slogan „Jedź z nami do Niemiec“ (dt.: „Fahrt mit uns nach Deutschland“) nach Außen den Anschein, die Zwangsarbeit basiere auf Freiwilligkeit. Polnische Widerständler*innen änderten den Spruch in „Jedźcie sami do Niemiec“ (dt.: „Fahr selbst nach Deutschland!“), was wir per Bildbearbeitung in rot in ein Foto der Propagandaparole montiert haben. Mit solchen geistreichen Eingriffen in die Propaganda der Zwangsarbeit setzten Widerständler*innen öffentliche Zeichen gegen die deutschen Besatzer. Die Nazis stellten solche Aktionen unter Todesstrafe.
Aus dem belgischen Widerstand sind überraschenderweise mindestens zwei gefälschte Zeitungen überliefert. Gefälschte Zeitungen Als der ganz heiße Scheiß werden immer wieder gefälschte Tageszeitungen vermarktet. Das Konzept dahinter ist immer gleich: Man druckt eine Zeitung im offiziellen Erscheinungsbild. Die Zeitung verkündet jedoch nur gute Nachrichten und zeigt damit, dass eine andere Welt möglich wäre. Doch diese Idee ist nicht neu, bereits der Belgische Widerstand verwendete dieses Konzept.
Eine der wenigen Widerstandsorganisationen im deutschen Faschismus war die sogenannte „Rote Kapelle“. Eine der bekanntesten Aktionen des Netzwerkes ist ausgerechnet eine Adbusting-Aktion. Damit protestierten etwa 20 Menschen mitten im Faschismus mitten in Berlin gegen eine rassistische und antisemitische Ausstellung von Beutewaffen. Leider verurteilte und ermordete die deutsche Justiz für diese Aktion einige ihrer Angehörigen brutal mittels Würgegalgen.
Mit dem Projekt „Wir forschen! Kreativer Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ suchen wir Spuren von subversiven Kommunikationsguerilla-Aktionen gegen die Nazis. Warschau ist dafür ein guter Ort. Die polnische Hauptstadt war während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg gleich zweimal der Ort von Aufständen. Dies zeigt sich auch in den Museen der Stadt. Militärische Themen dominieren, doch unter den Exponaten sind auch einige Zeugnisse von subversiven kreativen und künstlerischen Widerstandshandlungen.
Endlich: Am Sonntag, 3. Mai 2026, öffnen das Reichstagsgebäude, das Paul-Löbe-Haus und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus ihre Pforten für Besucherinnen und Besucher. Der traditionelle „Tag der Ein- und Ausblicke“ ist ja letzten Herbst an seinem traditionellen Termin im September sang- und klanglos ausgefallen (weil Bundestagspräsident*in Julia Klöckner lieber ihre Abgeordneten auf die von ihr verbotenen Regenbogenfarben kontrollieren musste?) Statt dessen waren wir im Herbst beim Tag der Offenen Tür im Auswärtigen Amt. Aber jetzt findet der Tag der Offenen Tür im Bundestag statt und das wollen wir uns ansehen!