„Whose streets? Our streets!“ Ausstellung im öffentlichen Raum zu kreativen Interventionen gegen Werbung

Der Berliner Verein „Vereinigung für Vernetzung und Partizipation e. V.“ präsentiert die Arbeit seiner Aktiven in einer Outdoor-Ausstellung im öffentlichen Raum am Fußweg am Spielplatz am Karl-Marx-Platz in Neukölln. Dazu dokumentierten sie die Ergebnisse der deutsch-französischen Projektwoche „Whose Streets? Our Streets! Werbung im öffentlichen Raum hinterfragen“. Die Aktiven des Vereins wählten Fotografien aus, druckten sie großformatig in Laminat und befestigten diese zusammen mit einer Projektbeschreibung und einem Hinweis auf die Förderung durch die EU an einem Bauzaun. „Auf diese Weise eignen wir uns den öffentlichen Raum selbstbestimmt an und setzen einen Kontrapunkt gegen kommerzielle Werbung!“ sagt Jerome Bär, die Sprecher*in der Beteiligten: „Das ist eine gute Möglichkeit, unsere Arbeit und die Möglichkeiten mit Erasmus+ bekannter zu machen.“

Deutsch-französische Projektwoche

Die Projektwoche „Whose streets? Our streets! Werbung im öffentlichen Raum hinterfragen“ fand im Mai 2026 in Berlin mit Teilnehmer*innen aus Frankreich und Deutschland statt. Nach Workshops und Gesprächen im Abgeordnetenhaus gipfelte die Projektwoche in gemeinsame Interventionen im öffentlichen Raum. „Wir haben am Hermannplatz und vor der Arena in Friedrichshain digitale Werbeanlagen mit Klebezetteln mit Sprüchen gegen Werbung verdeckt“ bekennt Jerome Bàr, Sprecher*innen der Aktivist*innen. „Außerdem haben wir mit einer Performance mit Gesang und selbstgebastelten Masken Aufmerksamkeit erregt für die Unterstützung der Volksinitiative Berlin Werbefrei!“

Wie sieht die Ausstellung aus?

Die Ausstellung besteht aus großformatigen Fotografien. Diese zeigen im Format A3 die Interventionen, die am Ende der Projektwoche in Berlin im öffentlichen Raum stattfanden. Eines der Laminate zeigt eine Person von hinten fotografiert. Sie steht zwischen digitalen Werbevitrinen. Sie hält ein Schild. Auf dem Schild steht: „I didnt signed up for this!“ Ein weiteres Bild zeigt eine Werbevitrine. Diese ist über und über mit bunten Post-its bestickert. Ein anderes Bild zeigt digitale Werbevitrinen. Doch diese sind mit schwarzen Mülltüten verdeckt. Auf den Mülltüten steht groß in pinker Schrift: „No Ads, more Art!“ Eine weitere Intervention zeigt Überkleber auf Werbevitrinen. Auf den Überklebern steht „Kein Bock auf Werbung!“ Und vieles mehr.

Warum draußen im öffentlichen Raum?

Bereits im April veranstaltete die Vereinigung für Vernetzung und Partizipation e. V. eine Ausstellung. Sie hieß „Wir forschen“ und das Thema war „Kreativer Widerstand gegen den Nationalsozialismus.“ Die Ausstellung fand in einem Vereinstreffpunkt in Neukölln statt. Das gute Wetter, die ständig offene Tür und die Bewerbung im Schaufenster sorgte für regen Besuch. „Der Sonnenschein sorgte dafür, dass viele unserer Gespräche mit Passant*innen auf dem Gehweg stattfanden“ sagt Jerome Bär. Deswegen habe die Gruppe in der Auswertung der Veranstaltung beschlossen, in Zukunft ihre Arbeit im öffentlichen Raum zu präsentieren: „Denn im öffentlichen Raum erreichen die Informationen über die Möglichkeiten von Erasmus+ auch Menschen, die diese Informationen sonst nicht erreichen.“

Wo ist die Ausstellung?

Am Spielplatz am Karl-Marx-Platz in Neukölln, gegenüber der Hausnummer 20.

Ausstellung wird auch in Paris gezeigt

Gutes tun und drüber reden: Das gilt angesichts knapper werdender Haushaltsmittel im sozialen Bereich mehr den je. Deshalb zeigen wir vom Freitag, den 27. November bis zum Samstag, den 28. November die Ausstellung auch in Berlins Partnerstadt Paris. Wo, sagen wir noch nicht.

Mehr Infos:

Dt. fr. Projektwoche „Whose streets? Our streets! Werbung im öffentlichen Raum hinterfragen“:
https://vernetzungpartizipation.noblogs.org/post/2026/04/04/whose-streets-our-streets-projektwoche-in-berlin/

Infos zu Erasmus+ Jugendpartizipationsprojekte:
https://www.jugendfuereuropa.de/erasmus-jugend/foerderformate/jugendpartizipationsprojekte

„Wir forschen!“ Ausstellung zu kreativen Widerstand gegen den Nationalsozialismus, 24.-26.4.2026:
https://vernetzungpartizipation.noblogs.org/post/2026/04/23/wir-forschen-ausstellung-zu-kreativen-widerstand-gegen-den-nationalsozialismus-24-26-4-2026/

Die Veranstaltung wird von der Europäischen Union im Rahmen von Erasmus + als Jugendpartizipationsprojekt gefördert..

Das Projekt wird finanziert von der Europäischen Union. Der Inhalt gibt ausschließlich die Meinung der Autor:innen wieder. Die EU-Kommission und Jugend für Europa haften nicht für Folgen aus der Wiederverwendung.